Multitasking-Mythos

Weiter gehts in der Beseitigung des Chaos. Nach dem Posteingang nun unser Hirn. Ein paar Auszüge aus einem spannenden Cash-Artikel:
«Wer viele Dinge gleichzeitig erledigen will, braucht dafür unter dem Strich länger als jemand, der sie einzeln abarbeitet»
Auch Neurologen halten nichts vom Multitasking. Zwei Hirnforscher der University of Michigan konnten nachweisen, dass das Gehirn um bis zu 40 Prozent weniger leistet, wenn es gleichzeitig verschiedenen Aufgaben bewältigen muss. «Durch Multitasking gewinnt man keine Zeit, man verliert sie», lautet das Resümee der Forscher.
… und woher kommt das alles? Die Gesellschaft ist schuld, die uns eine solche Arbeitsweise als positiv sugeriert:
Angestellte, die alles gleichzeitig zu erledigen versuchen, gelten als belastbar und effizient.
Davon sollte man sich also nicht blenden lassen, und selbst nicht blenden wollen. Gerade als Selbstständiger muss ich mich hier nicht bemühen total beschäftigt auszusehen, und kann mich ordentlich um den Job kümmern.
via Nico Zorn
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am 30. Dezember 2007 um 12:32 Uhr.
ist sowieso eine seltsame Vorstellung, dass man Zeit irgendwie sparen könne. Gibts da ein spezielles Konto dafür? Und wo ist denn die gesparte Zeit? Im Terminkalender, oder wo? Was muss ich tun um sie wieder abzuheben? Oder wenn ich keine Zeit habe, was habe ich dann sonst? Und was geschieht denn mit “verlorener” Zeit. Hab ich in einer verlorenen Stunde nicht gelebt?
“Hätten Sie vor zwanzig Jahren angefangen täglich nur eine Stunde einzusparen, besässen Sie jetzt ein Guthaben von sehcundzwanzigmillionenzweihundertundachtzigtausend Sekunden”
Zitat der grauen Herren aus “Momo”
Jedes Kind lacht und weiss, dass das nicht stimmt.