Hogenkamp in Frauenfeld
Seit ein paar Wochen hab ich den Newsletter des Instituts für Jungunternehmen aboniert und werde laufend über die Veranstaltungen im Start Gründungszentrum in Frauenfeld unterrichtet. Da kommt ganz schön was rum und ich hab mich schon zweimal in einen Vortrag gesetzt.
Gestern war Peter Hogenkamp hier (und wär fast nicht mehr nach Hause gekommen) und hat in wunderbar lockerer und souveräner Art sein Wissen zu Weblogs zum besten gegeben. Wobei die Zeit und das Vorwissen der Zuhörer wohl ein Hinderniss waren, um wirklich tiefer in die Materie einzudringen. So wars für mich eine Wiederholung des Basiswissens, was aber nicht heisst das es mir nichts gebracht hat, im Gegenteil.
Erkentniss 1: Es braucht eine grosse “Wir erklären der Welt die Weblogs”-Offensive
Mir schwebt eine globale Zusammenarbeit aller Weblogbetreiber vor. Eine Organisation wie Greenpeace oder Amnesty International, die sich der Verbreitung des Basiswissens verschreibt, finanziert durch Spenden von Blogger. Vorher gehts nicht wirklich weiter und so schwierig ists ja eigentlich auch nicht. Könnte aber doch noch in Arbeit ausarten wenn ich die vielen Abtrennungsfragen zu Wikis und Foren von gestern bedenke …
Erkentniss 2: Der richtige Bloginhalt
Also eigentlich die Erkentniss, dass ich mir wieder vermehrt darüber Gedanken machen sollte wieviel “geheimes” oder “privates” ich bloggen soll. Ich hab mir einst vorgenommen keinen Motzerblog zu betreiben und hab dadurch alles Negative rausgelassen. Das kanns aber eigentlich auch nicht sein. Mein neues Ziel: Negatives in positiver Form rüberbringen. Irgendwie.
Peter Hogenkamp hatte zur “Geheimnis-Dichte in einem Weblog” eine hübsche Grafik:

Der innerste, rote Kern ist total privat oder Geschäftsgeheimnis (Verkaufszahlen, Jahresabschluss, Verträge, usw). Davon wird natürlich nichts geblogt. Drum herum herrscht immernoch ein bisschen Grauzone. Ganz aussen ist der öffentliche Bereich, Pressetexte, Werbungen, Auftritt nach aussen. Und zwischen diesen beiden extremen sollte der Blogbare Inhalt liegen. Nicht zu geheim um sich selber zu schaden, aber doch spannende Einsichten in die Firma die man sonst nicht hat. Aber auch nicht das Allgemeinwissen der Öffentlichkeitsarbeit, das jeden Leser durch Langeweile vertreibt.
Auch von mir ein PS zur Veranstaltung: Diese Pitch-Runde die sie da am Anschluss zu jedem Vortrag jedesmal versuchen war erneut ein ordentlicher Reinfall. Die Idee: jeder Zuhörer darf mit 3 Worten seine Neugründer-Idee vorstellen. Nun ist wohl nicht wirklich jeder Neugründer, und noch weniger wollen überhaupt was sagen. Letztes Mal wurde noch gefragt wer was sagen will und die konnten sich dann melden. War niemand, und so haben wirs ausgelassen. Gestern wollte der Veranstalter durchziehen und hat mir direkt das Wort erteilt. Zugehört hat wohl niemand und schon bei der dritten Person haben alle angefangen zusammenzupacken und sind losgelaufen. Die Idee find ich ja eigentlich ok, aber an der Umsetzung haperts noch gewaltig.
am 15. Januar 2008 um 10:28 Uhr.
Danke für die netten Worte.
Ich glaub, die Vorstellungsrunde muss man am Anfang machen, 18.30 bis 18.40 Uhr. Dann kann der Referent vielleicht sogar darauf eingehen und sagen: “Hatte hier nicht jemand gesagt, er macht was mit XY? Dazu folgendes Beispiel…”
am 17. Januar 2008 um 21:56 Uhr.
“Die Idee: jeder Zuhörer darf mit 3 Worten seine Neugründer-Idee vorstellen.”
Gute Idee Basil - Meine Idee: Umsatz, Wachstum, Gewinn